

| Hamburger Singewettstreit 2006 - Sippe Kudu |
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Sippe Kudu nimmt am Hamburger Singewettstreit teil. Nachdem wir...
...lagen wir auf einmal in Hamburg in unseren Schlafsäcken und schliefen vor Aufregung mühsam ein. Aufgeregt wurden wir am nächsten Morgen von unserem persönlichen Busfahrer zur Uni chauffiert, wo die Vorausscheidung stattfand. Aufgeregt übten wir dort in einem zugigen Treppenhaus unser Lied bis hin zu unserer Generalprobe, bei der wir mit Gitarren, Geige und Flöte unser Lied begleiteten und dabei versuchten, ein trotz Aufregung nettes, bühnenreifes Lächeln zu halten.... Während wir dann übelst nervös in einem Hörsaal darauf warteten, unser „Talent“ der Vorrunden-Jury zu beweisen, beruhigten wir uns alle gegenseitig und Timon und ich stopfen uns mit Tabletten voll, da wir leider fast keine Stimme mehr hatten. Als wir dann endlich an der Reihe waren, klappte eigentlich alles wie geplant, wir hatten die große „Ehre“ am Abend vor rund 2000 Zuschauern unser Lied zu plärren. Wir schafften es ohne Umweg, also direkt in die Endrunde. Nach einer Glückwunsch-Knuddelrunde ging es auch schon weiter zum Audimax. Da irgendwer, der irgendwo war, unsere Entrittskarten hatte, mussten wir ewig vor einer Tür in der Kälte warten- unsere Laune hob sich erst als irgendein gaaaaaaaaaaaanz lieber Freund von Ei (das waren Theron und Birte) uns Berliner und Kuchen brachten. (Noch mal ein DANKE von allen!!) Irgendwann kam dieser gewisse irgendwer dann doch mit unseren Karten und wir konnten auch rein, in die Wärme, auf einen riesigen Pfadfinderbasar. Doch wieder keine Entspannung - wir mussten unsern Oberguru davon abhalten, Lederhosen für den ganzen Stamm zu kaufen. Etwa 1 Stunde und viel gekauftes Zeug später mussten wir uns den Saal, in dem wir auch aufführen mussten, anschauen- es war so riesig! Ahhhhhhhhhh !!! Schon das Probestehen vor nur 50 Zuschauern hätte einigen von uns fast ein nasses Höschen beschert. Später sollten es 2000 davon sein. Wieder 1 Stunde und viel Panik später saßen wir andern Gruppen zuhörend auf unseren Plätzen und wollten, als wir aufgerufen wurden, definitiv NICHT auf die Bühne. Tja, wir mussten doch und nach der anfänglichen Aufregung, dass unsere Geige verstimmt war (was wir zu spät merkten), fing es an, übelst Bock zu machen, da auf einer Bühne vor so vielen Leutles zu singen. Leider waren wir so aufgeregt, dass uns das nächstliegende nicht einfiel: Abbrechen, Geige stimmen und nochmal starten) Später, bei einer Siegerehrung wurden wir dann doch 6. Platz, was wir alle voll geil fanden. (Wir haben wegen unserer Geige nicht mit was Gutem gerechnet) Unserm Singeskreis, die ERSTER wurden, gratulierend machten wir uns happy auf den weg zur Nachfeier. Da wir noch nix gegessen hatten, machten wir uns zunächst mal auf die Suche nach nem Döner. Grundsätzlich war das kein Problem. Allerdings dauerte es ne Weile, bis wir einen Laden fanden, der nicht von bündischem Jungvolk überfüllt war. Noch eine Weile dauerte es, bis wir endlich den Ort der Nachfeier gefunden hatten, eine Tanzschule im Hinterhof. Während einige sich gemütlich in die Liedrunde bei Rotlicht setzten (in der sie dann auch bald einschlummerten ) versuchten sich andere an alten Volkstänzen. Obwohl das an-den-Händen-haltend-drehen einfach aussah, war es echt anstrengend und cool. Man stelle sich ungefähr 150 Menschen vor in einem Spiegeltanzsaal (die Nachfeier war nämlich in einer Tanzschule), die einander bis zur Sauerstoffnot im Polkastil herumwirbelten, sich gelegentlich auch mal anrempelten und auf die Füße traten, die allesamt schwitzten wie die Schweine, und die keinen Bock hatten, Schweiß und Tanz aufzugeben... Als wir dann so gegen 4.00 Uhr unter dem Druck der Schnarchnasen unter uns gingen, war den, ich sag ma Tänzern, richtig schwindelig. Während die einen unter uns aufgedreht durch das nächtliche Hamburg pingpongten, schleppten sich besagte Schläfer eher benommen durch die Straßen. Doch in unserem Kinderhort fielen wir alle gleich in Träume, bis wir am nächsten Morgen vieeeeeel zu früh geweckt wurden, und bald wieder dreadlockmachend im Bus nach Hause saßen, um dann daheim mit unserem SECHSTEN und ERSTEN Platz anzugeben... Cosi & Ei |